Waldweihnacht mit tierischer Verstärkung
Gemeinsame Veranstaltung von Kirche und Heimatverein am 16.Dez. 2007

BEUERN (sbu) Ein Glück für Beuern, dass es auf dem Bauernhof von Wilhelm und Brigitte Krämer in der Borngasse noch Tiere gibt. Schaf Hannerl, Esel Sammy und Pony Sonny leben dort friedlich beisammen. Jetzt haben die Vierbeiner Hochsaison, wenn es um die Darstellung der Weihnachtsgeschichte geht. So auch am Sonntag, als auf einer Viehweide am Rande des Dorfes die erste Waldweihnacht gefeiert wurde. Auf Anhieb ein voller Erfolg, denn etwa 200 Besucher hatten sich auf den Weg gemacht, um in ungewohnter Umgebung die Weihnachtsgeschichte von Pfarrer Becker zu hören.

 

Vor allem im Schwarzwald und im Alpenland haben Weihnachtsgottesdienste unter freiem Himmel eine lange Tradition. Waldweihnacht wird inzwischen auch in Hessen gefeiert. „Warum nicht auch bei uns?“ fragte sich Brigitte Krämer, Küsterin in der evangelischen Kirche. Sie ist nie um eine Idee verlegen, wenn es darum geht, dörfliche Kultur zu bewahren oder mit neuen Akzenten zu versehen. Mit der Waldweihnacht stieß sie denn auch bei der Kirchengemeinde wie auch beim Heimatverein auf offene Ohren.
Die Weide vor dem Pfarrwäldchen war dafür wie geschaffen, denn ein Viehunterstand ist dort bereits vorhanden. Der bildete jetzt die Kulisse für den „Stall von Bethlehem“. Konfirmanden schlüpften in die Rolle der Hirten, eine Bläsergruppe der Gesamtschule Busecker Tal spielte.

 

Fackelschein und Lichterketten sorgten für ein romantisches Flair. Freudig stimmte die Gemeinde in „Macht hoch die Tür“ ein.
Vor allem für Esel Sammy ist es nichts Neues, in der Weihnachtsgeschichte eine Rolle zu übernehmen. Sein ausgeprägtes Selbstbewusstsein erhielt weiteren Antrieb, als in der Vergangenheit in der katholischen Kirche in Großen-Buseck ein Teppich für ihn ausgerollt wurde. Das war nötig, weil das kluge Tier die Gefahr des Ausrutschers auf dem glatten Boden erkannte und sich mit der den Eseln eigenen Standhaftigkeit weigerte, das Gotteshaus zu betreten. Wenn Sammy jetzt an Heiligabend mit Maria auf dem Rücken in die Kirche einzieht, ist der Teppich längst ausgerollt.
Das hat dem braven Sammy bereits den Spitznamen „katholischer Weihnachtsesel“ eingebracht, was er und seine protestantischen Besitzer aber nicht länger auf sich sitzen lassen wollen: deshalb der Einsatz bei der Waldweihnacht in Beuern. „Sammy ist jetzt ein ökumenischer Weihnachtsesel“, freut sich Brigitte Krämer.
Im Anschluss hatte der Heimatverein mit Dieter Schäfer an der Spitze auf dem Fest- und Tennisplatz einen kleinen Weihnachtswald mit Tischen und einem Lagerfeuer aufgebaut. Es gab Glühwein und Kuchen und der lebhaften Unterhaltung war zu entnehmen, dass der ersten Beuerner Waldweihnacht weitere folgen werden.
Gedankt wurde der Firma Müller& Waffenschmidt für die kostenlose Stromversorgung.

Anmerkung von Margitta Handloser: Gedankt wurde auch dem Beuerner Tennisclub der sein Vereinshaus zur Verfügung stellte.

 

Am Tennishaus

zum Vergrößern bitte klicken...