Das Entenrennen kommt zurück!

Heimatverein Beuern e.V. blickt zufrieden auf das Jubiläumsjahr


Bedingt durch das 50-jährige Jubiläum war 2015 ein sehr arbeitsintensives Jahr für den Heimatverein Beuern. Doch alle Mühe hat sich gelohnt, denn der Jubiläumsabend im Oktober 2015 ist heute noch in aller Munde. Die vereinseigene Theatergruppe hatte humorvoll die Gründungsgeschichte aufgegriffen und einen thematischen Streifzug durch die stets ausverkauften "Bunten Abende" und die weiteren Feste des Heimatvereins sowie die Wanderbewegung auf die Bühne gebracht. Mit quicklebendigen Darbietungen trugen außerdem "Die schrägen Töne" und die TSV Tanzgruppe zum Programm bei. Im August hatte der Heimatverein den "Alten Faselstall" für einen Tag der offenen Tür geöffnet. Angeschlossen war eine besondere Ausstellung von mehreren Künstlern aus der Region, die sehr viele Gäste anzog. Zu den traditionellen Veranstaltungen kam eine Lesung von Manfred Weller. Den Rückblick auf die durchweg sehr gut besuchten Veranstaltungen hielten anlässlich der Jahreshauptversammlung am Samstag in der "Alten Post" das Vorsitzenden "Gespann" Erich Handloser und Rita Mattern.

Die Baumaßnahmen im "alten Faselstall" sind zu 95 Prozent abgeschlossen. Auf Kosten der Gemeinde wurde das große Fenster in der "Goud Stobb" und die Toilettenfenster ausgetauscht.; kleinere Schönheitsreparaturen sind erforderlich. Unter großem ehrenamtlichem Einsatz ist der ehemalige "Ossestall" in den letzten Jahren zu einem schmucken Kultur- und Traditionstreff geworden.

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. 181 Mitglieder hat der Verein (sechs Neuzugänge 2015). "Gerne würde ich in meiner Amtszeit die 200er Grenze knacken", sagte Handloser. Er wies darauf hin, dass er in zwei Jahren nicht mehr für den Vorsitz kandidieren will.

Aus dem Kreis der Beisitzer verabschiedeten sich Dieter Schäfer (ehemals langjähriger Vorsitzender) sowie Peter Klaus aus der Vorstandsarbeit. Ihnen wurde gedankt. Einstimmig wiedergewählt wurden der erste Vorsitzende Erich Handloser, die zweite Vorsitzende Rita Mattern, Rechnerin Marlies Scheld, Schriftführerin Marlis Zimmer, die Beisitzer Margitta Handloser, Jörg Peters, Daniel Rittershaus, Nicolai Österlein. Zu neuen Beisitzern gewählt wurden Karlheinz Funk und Antje Baldschus. Neue Kassenprüfer sind Siegfried Schmidt und Elsbeth Peters.

Ausblick für 2016:

Das beliebte Entenrennen auf dem Krebsbach findet am 26. Juni statt.

Am 19. November findet in der Willy Czech Halle eine Veranstaltung unter dem Motto

"Wir machen Musik" statt.

Am 3. Dezember findet der traditionelle Adventsmarkt rund um die Kirche statt.

Winterwanderung am 05.01.2015

Am 5.1. 2015 fand die alljährliche Wanderung statt.

Die diesjährige traditionelle Winterwanderung fand bei Schnee, gutem Wetter und sehr guter Beteiligung statt. Nach dem Treffen um 10.00 Uhr an der Volksbank , begrüßte der Vorsitzende Erich Handloser 36 wanderfreudige Mitglieder und Freunde des Heimatvereins und wünschte Allen mit Ihren Familien noch ein gutes und gesundes neues Jahr.

Danach gab er die Führung an den Haupt- Organisator Rolf Mattern ab. Er führte die Gruppe mit festem Schritt am Ottisee vorbei über den Treiser Pfad durch die Hachenbach bis auf die Hainburgschneise. Ab da ging es rechts ab durch den verschneiten Winterwald auf den Waldsportplatz. Hier erwartete die fleißigen Wanderer eine von Rita Mattern arrangierte Stärkung in Form von Kaltgetränken und leckeren Schnittchen. Mit frisch, auf einem kleinen Feuer, aufbereitetem Glühwein, wurde der Körper von innen aufgewärmt.

Das heiß begehrte Wanderrätsel lautete diesmal: "Mit wie viel Stück handelsüblichen Braunkohlebrikett muß der erste Vorsitzende aufgewogen werden.?" Das Rätsel wurde sofort an Ort und Stelle gelöst. Sage und schreibe 183 Stück Brikett ergaben das Gewicht von Erich Handloser. Heidelore Diehl ging mit dem genauen Tipp von 183 als Sieger hervor. Georg Erb und Erhard Goltze lagen um ein Brikett daneben. Regina Dichte, die Dauergewinnerin, lag dieses Mal mit 181 knapp daneben. Die ersten vier Gewinner wurden mit alkoholischen Getränken als Preis bedacht. Nach einem etwas längeren Aufenthalt am Feuer, ging es dann durch die Hachenbach und Treiser Pfad zu "Enzo". Dort erwartete die eifrigen Wanderer bestens zubereitetes Essen und Getränke.

Nach ein paar Stunden gemütlichen Beisammenseins ging ein schöner Tag mit einer schönen Wanderung und bester Beteiligung zu Ende.

Zu den Bildern der Winterwanderung 2015

 


Schlachtfest Johanniterstift am 25.02.2015

Viele Erinnerungen wurden an das Schlachtfest geweckt.

Das Schlachtfest war in früheren Jahren nicht nur ein familiäres, sondern ein nachbarschaftliches Ereignis. An die allwinterliche Tradition erinnerten in einem kurzweiligen Vortrag Erich und Margitta Handloser in Kooperation mit Anita und Arnold Winkler aus Altenbuseck.

In einer Metzgerschürze begrüßte Erich Handloser die Bewohner. Szenen aus der Landwirtschaft und beim Schlachten standen in Miniatur auf den Tischen. Die Gäste bestaunten die detailgetreuen Schnitzereien, die Arnold Winkler im Maßstab 1: 10 angefertigt hatte.

Zur Einstimmung sangen alle das bekannte Lied "Bei ihs werd hau die Sau geschloacht unn werd zou lauter Wirscht gemoacht", am Akkordeon begleitet von Rita Mattern. Wie aufwendig das Schlachten war, erläuterten Margitta Handloser, die in Beuerner Tracht erschienen war und Arnold Winkler. Das alljährliche Schlachten war ein richtiges Fest, zu dem viele Verwandte und Nachbarn kamen. Am nächsten Tag wurde die Wurstsuppe an Die Nachbarn und Verwandten ausgeteilt. Wo kleine Kinder im Haus waren, wurden Leierwürstchen (kleine Blutwürstchen) verteilt. Auf die Wurstsuppe kam noch ein kleiner Klecks frisches Wurstfett.

Die Bewohner erinnerten sich an Schlachtfeste im Ort und tauschten lebhaft Geschichten aus. Sie ließen sich die Häppchen schmecken, die Anita Winkler mit Blut-, Leber-, Roter Wurst und mit Presskopf belegt hatte.

Arnold Winkler bilanzierte abschließend: Gut gefrühstückt, das spürt man den ganzen Tag, gut geschlachtet das ganze Jahr und gut geheiratet das ganze Leben.

Anne van Deest, Mitarbeiterin im Sozialen Dienst, bedankte sich für den gelungenen Vortrag, der viele Erinnerungen hervorbrachte.

Bilder: Christiane Hübner, Johanniterstift Buseck
Text: Anne van Deest, Johanniterstift Buseck

 


Lesung von Manfred Weller am 10.07.2015

Manfred Weller liest aus seinem Buch
"Eine Kindheit in den Nachkriegsjahren"

Manfred Weller war und ist immer gerne mit Menschen zusammen. Beruflicherseits als Grundschulleiter, außerdem als Musikant und Musikpädagoge. Neuerdings, nachdem er sein Geschichtenbuch herausgegeben hat, auch beim Erzählen.

Umso besser, wenn er sein Publikum mit Erinnerungen eines echten Buben vom Lande und Melodien, die auch älteren Datums sind, unterhalten kann. Dann ist Weller ganz in seinem Regiment. Wie jüngst im "Alten Faselstall" in Beuern, dem Domizil des Heimatvereins.

Ein blaues Samttuch, darauf eine Auswahl von metallenen Trommelflöten und hölzernen Instrumenten, auch solchen aus Bakelit und Kinderflöten, die Weller allesamt zu spielen wusste. Unter anderem präsentierte er eine chinesische Flöte für eine Weise aus der romantischen Operette "Das Land des Lächelns". Dann eine mexikanische Flöte, die den Klang von "El Condor pasa", ein Stück aus Südamerika, trefflich vermitteln konnte.

Zwischendurch erzählte Weller die humorvollen Anekdoten und Geschichten einer unbeschwerten Kindheit auf dem Lande. Es tauchte der Kinder bringende Klapperstorch auf, die Ziege Agathe, das Handwägelchen des Urgroßvaters, die Hasensuppe im Milchtopf oder Tante Else in Christkind-Funktion. Nostalgie pur.

Zum Schluss der fast zweistündigen Lesung gab es lang anhaltenden Beifall der 35 Besucher und anerkennende Worte von Erich Handloser für Wellers interessanten Vortrag, der die meisten Zuhörer an die eigene Vergangenheit erinnerte.

 


Ausstellung im Faselstall am 02.08.2015

Am 2. August 2015 öffnete der Heimatverein den "Alten Faselstall" für eine besondere Ausstellung. Außer den immer vorhandenen Ausstellungsstücken aus Beuerner Handwerk, Landwirtschaft und Haushalt, Gegenstände, die heute so gar nicht mehr benutzt werden und die jüngeren Generationen kaum noch zuordnen können.

Um gerade diesen jungen Menschen einen Einblick zu geben, wie Landwirtschaft wirklich funktionierte, hatte Arnold Winkler aus Altenbuseck zahlreiche detailgetreue Miniaturen im Maßstab 1:10 angefertigt, die die Menschen vor über 50 Jahren bei der bäuerlichen Arbeit zeigen. Die Miniaturen sind mit viel Liebe zum Detail angefertigt: hier eine bewegbare Kurbel an einem Wagen (Leier), die wie im Original die Bremse des Gefährtes betätigt, dort ein Fass mit Wäsche und Waschbrett. Und immer wieder Fuhrwerke mit Ochsen, Kühen oder Pferden. Winkler ein gelernter Schreiner, hat über 40 Jahre an dieser "Kleinen Welt der Landwirtschaft" geschliffen, gebastelt und viel Zeit und Liebe in die Miniaturen gesteckt. "Das ist alles aus altem Eichenholz, das ich zum Beispiel beim Abriss von alten Ställen erworben habe", sagte er.

Schweißer Meister Wilfried Schomber aus Allertshausen präsentierte seine Metallskulpturen, die er zum Teil aus Gebrauchsgegenständen wie Kupferrohren, Hufeisen, Spitzen von Mähbalken, Schaufeln oder Türschienen hergestellt hat. Dabei sind manche äußerst modern, andere wieder sehr naturalistisch und detailgetreu, doch trotz aller Unterschiede haben sie eines gemeinsam: Alle sind sehr schwer.

Dennoch blieb auch Raum und Zeit alte Handwerksktechniken vorzustellen. Hier führten Anneliese Hofmann zusammen mit Kollegin Christa Strackbein vor, wie damals Trachten hergestellt und verziert wurden. Mit einer Handarbeitstechnik, die "Occhi" (italienisch für: das Auge) genannt wird, wurden die Spitzenabschlüsse für die Trachten und Schürzen des Busecker Tals hergestellt. Zudem nähen die Damen ihre Trachten und die dazu gehörigen, wunderschön verzierten Säcke (der unter der Schürze getragene Beutel) bis heute in mühevoller Handarbeit selbst. Frau Strack zeigte den Besuchern wie man die Perlenstrickerei macht. "Man benutzt häufig für die Stickereien und Perlenstrickereien Motive aus der Bibel", erläuterte Anneliese Hofmann. Die Stickereien auf Handstulpen und Säcken ersetzten den Schmuck, den sich das einfache Landvolk damals nicht leisten konnte. Zu dieser Ausstellung brachten Anneliese Hofmann, Christa Strackbein und Krimhilde Faetsch wunderbare selbst erstellte Trachtenpuppen mit, die den Besuchern eine ganz besonders große Freude bereiteten.

Lisa Schmidt trug mit ihren selbst hergestellten Quilts (Patchworkdecken) zu einem besonderen Einblick in die Kunst der Herstellung von Quilts bei. Bei diesen Arbeiten ist nicht nur künstlerisches, sondern auch Talent an der Nähmaschine gefragt.

Im Aussenbereich zeigte Peter Klaus den Besuchern die landwirtschaftlichen Gerätschaften. Die Kinder konnten malen, spielen und sogar eine Kuh melken. Dies gefiel den Kleinen sehr gut.

Und wer schließlich müde vom Zuschauen war, konnte es sich bei selbst gebackenem Kuchen oder einer frisch gegrillten Wurst in der "Goud Stobb" oder unter einem der luftigen Pavillons gemütlich machen.

Zu den ausführlichen Bildern der Ausstellung im Faselstall hier klicken

 

50 Jahre Heimatverein Beuern

Begrüßungsrede Erich Handloser

"Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste, liebe Freunde und Mitglieder des Heimatverein Beuern, verehrte Gründungsmitglieder und Jubilare, ich begrüße Euch und heiße Euch im Namen des Vorstandes ganz, ganz herzlich hier in unserer schönen Willy-Czech-Halle zu unserer Jubilarfeier willkommen.

50 Jahre Heimatverein in Beuern, ein tolles Ereignis und eine große Ehre für mich als Vorsitzender und dem Vorstand des Vereins, dieses Jubiläum mit Euch feiern zu dürfen.
Ganz besonders begrüße ich unseren Noch Bürgermeister und Mitglied Herrn Erhard Reinl und unseren neuen Bürgermeister, der sein Amt am 1.1.2016 antreten wird, Herrn Dirk Haas. Auch begrüße ich unseren Pfarrer Herrn Becker, unseren Ortsvorsteher Markus Scheld und die Vertreter der Beuerner Vereine und den Vors. der Vereinsgemeinschaft Beuern Herrn Erhard Goltze sowie die Gäste der benachbarten Heimatkundlichen Vereine.

Schön, dass Ihr alle da seid.

In dem Wort Heimatverein liegt ja ein ganz besonderes, wertvolles und ganz aktuelles Wort.: Heimat, was ist eigentlich Heimat? Jeder weiß es, jeder lebt es, jeder strebt es an eine Heimat zu haben.

Eigentlich ist unsere Heimat da, wo wir geboren sind, unsere Familie lebt, wo wir aufgewachsen sind, jeden Kletterbaum, jeden Bach, jeden Tümpel und jeden Weg in der Nähe unseres Wohnortes kennen, wo jeder uns versteht in der Muttersprache, in unserem klangvollen Dialekt in dem jeder noch so kleine Ort seine eigenen Wendungen kennt, wo wir uns getragen fühlen vom jährlichen Kreislauf unserer zahlreichen traditionellen Veranstaltungen und Feste, wo wir uns geborgen und sicher fühlen, Heimat ist der Ort an dem unser Herz hängt.

70 Jahre Friedenszeit sind uns, wie keiner Generation vor uns, geschenkt worden. Dafür müssen wir dankbar sein.

Vor 70 Jahren wurde vielen mit Schmerzen bewusst, was Heimat wirklich bedeutet, nämlich dann, als viele ihre Heimat verlassen mussten und sich einen neuen Lebensstandort suchen oder angeordnet bekamen. Zum Glück hatten viele, in kurzer, wenn auch sehr schwerer Zeit mit viel Energie und Ausdauer, eine neue Heimat gefunden.

Heute haben wir weltweit eine ähnliche, aber noch dramatischere Situation. Wir haben zur Zeit fast 50 Millionen Flüchtlinge, die ihre Heimat aus den unterschiedlichsten Gründen verlassen haben oder aus Kriegsgründen verlassen mussten. 80 % davon leben in Lagern der angrenzenden teilweise noch ärmeren Ländern, zum Teil schon in dritter Generation. Diese Lager sind teilweise zu ihrer Heimat geworden.

Eine schlimme Tatsache, die nur weltweit und nicht lokal zu regeln ist.

Wir in Deutschland gehen mit gutem Beispiel voran, einem Teil der Flüchtlinge, eine neue Heimat zu geben. Aber das alleine genügt nicht. Hier ist die EU, hier ist die ganze Welt gefordert.

Die bäuerliche Landwirtschaft, die über Jahrhunderte bestimmend für das Gesicht von Dorf und Landschaft und das Leben im Ort war, verliert immer mehr an Ansehen und Bedeutung. Die Landwirtschaft wird zur reinen Produktions- und Nutzfläche. Der verstärkte Besuch weiterführender Schulen, die Suche nach qualifizierter Ausbildung und Beschäftigung führt die jungen Menschen aus dem Dorf hinaus. Medien und nahezu unbegrenzte Mobilität haben das Freizeitverhalten der jungen Generation verändert. Eine starke Siedlungstätigkeit am Ortsrand prägt viele Dörfer, während die Ortskerne veröden. Vielfach zerfällt die alte Dorfgemeinschaft. Die Anonymität wächst. Das Anspruchs- und Prestigedenken nimmt zu, gleichzeitig nimmt der Zusammenhalt, die Bereitschaft zur Mitarbeit bei Gemeinschaftsaufgaben ab.

Soll das Land als gesunder und geschätzter Lebensraum und das Dorf als lebendige Gemeinschaft erhalten und gestärkt werden, bedarf es neben regelnder Maßnahmen von Staat und Gesellschaft vor allem gezielter dörflicher Initiativen. Kirche, Kommune und Vereine sind dabei besonders geeignet, eine Vorreiter- und Vorbildfunktion zu übernehmen. Ihr gemeinsames Anliegen muss die Gestaltung eines Lebensraumes sein, mit dem jeder Mensch human und zufrieden leben kann. Dieses Ziel wird umso besser erreicht, je intensiver die Bürger in die Entscheidungen eingebunden sind, d.h. je mehr Gelegenheit ihnen zur Mitbestimmung, Mitentscheidung, aber auch zur Mitverantwortung gegeben wird.

Im Heimatverein haben sie die Möglichkeit sich im Dorfleben einzubringen und ihre Heimat mit zu gestalten. Nehmen sie diese Gelegenheit wahr und werden sie Mitglied in unserem Verein.

Wir, der Beuerner Heimatverein konnte in den letzten 50 Jahren allerdings nur so erfolgreich sein, weil er stets Mitglieder hatte und hat, die bereit waren und sind, viel von ihrer Zeit und Energie in die gemeinsame Sache zu investieren.

All diese Menschen- das höre ich immer wieder- erleben diesen Aufwand jedoch nicht als belastend. Im Gegenteil. Sie fühlen sich gut dabei, etwas zu bewegen. Sie schätzen die Erfolgserlebnisse und sie schätzen ganz besonders das Zusammengehörigkeitsgefühl im Verein. Denn hier geht es nicht nur um eine Sache, auch das Zwischenmenschliche spielt eine wichtige Rolle. Hier wird nicht nur zusammen gearbeitet, sondern auch gefeiert. Und so versteht es sich von selbst, dass das 50 jährige Bestehen heute mit einem großen Fest gefeiert wird.

Ich möchte mich schon jetzt bei allen bedanken, die zum Gelingen unserer Jubilarfeier beitragen.

Eine gewisse Neuorientierung der "Werte" sollte in unsere Köpfe und Häuser einkehren. Nicht mehr so sehr das Streben nach Macht, Ansehen und Geld, sondern das Bewahren des Erreichten sollte im Vordergrund stehen. Verbundenheit mit der Heimat, ein intaktes Elternhaus, positive Haltung zu den Kindern und älteren Menschen, der sorgsame Umgang mit unserer Natur müssen in unserer Zeit wieder erstrebenswerte Ziele und Eigenschaften sein.

Wir müssen umdenken und unser gesamtes Handeln umstellen, nur so können wir für unsere Kinder, Enkel und Urenkel wieder gute Zukunftsvoraussetzungen schaffen.."


Ende der Eröffnungsrede



Vielseitig und quicklebendig folgte ein interessantes Programm, Das die 50 Jahre Heimatverein Revue passieren ließ.


Zu dem Lied Motorbiene präsentierte die Kindertanzgruppe des TSV unter der Leitung von Diana Otto einen fröhlichen Auftritt. Die Theatergruppe des Heimatverein Beuern beschäftigte sich humorvoll mit der Gründungsgeschichte. In einem Sketch verdeutlichten sie, wie der MSC Beuern in den 60er Jahren zahlreiche Gäste anlockte und in Beuern daraufhin der Fremdenverkehrsverein gegründet wurde, der sich 1980 in Heimatverein umbenannte. Der Heimatverein wurde von allen Seiten gelobt für dessen Vielseitigkeit. Kunst, Kultur, Gesang und Theater stünden genauso im Mittelpunkt wie Ausstellungen im "Alten Faselstall". Der Verein wurde als quicklebendiges Rädchen im Getriebe der Gemeinde genannt, da er mit seinen kreativen Ideen das Leben ein Stückchen lebenswerter gestalte. Mit einer guten Portion Humor schafften es die Mitglieder immer wieder aufs Neue, aus einer einfachen Ausstellung ein Fest zu machen.

Die Ehrung der langjährigen Mitglieder wurde von dem Vorsitzenden Erich Handloser und von jungen Mädchen, die in Tracht die Präsente überreichten, vollzogen.

Geehrt wurden folgende Gründungsmitglieder:

Walter Otto, Dieter Schäfer, Walter Ranft, Edwin Keil, Erwin Schließner und Edith Richter.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft:

Willi Hofmann und Nikolai Österlein.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet:

Friedrich Dietz, Heinrich Erb, Annelie Fuhr, Elfriede Otto, Gerhard und Sigrid Schäfer und Erich Steinmetz.

Nach den Ehrungen ging das Programm weiter mit der Theatergruppe, den "Schrägen Tönen" und der Tanzgruppe des TSV.

Die Theaterstücke der stets ausverkauften "Bunten Abende" rief Erich Handloser mit einem thematischen Streifzug in Erinnerung, während sich die Schauspieler mimisch und in entsprechender Verkleidung den Gästen präsentierten. Gleiches geschah für die "Wissgoadefeste" (Kartoffelfest, Entenrennen, Krebsbachstrand). Zuvor hatte Professor Dr. Markus Fersensporn (Daniel Rittershaus) über die Wanderbewegung des Vereins philosophiert, wobei ihn mehrfach eine singende und von Akkordeonspieler Wilhelm Sommerlad angeführte Wandergruppe störte. Im MSC Büro demonstrierten Brigitte Krämer und Theo Nauheimer, dass die Zimmervermittlung für das internationale Publikum völlig ohne Fremdsprachenkenntnisse funktionierte. Beuerner Platt wird halt weltweit verstanden. Nach der Pause folgte der Einmarsch der Maskierten in Erinnerung an die Rosenmontagsbälle, die der Verein von 1966 bis 1990 ausrichtete. Großen Anteil am Gelingen des Jubiläumsabend hatten die "Schrägen Töne", die alles andere als schräg erklangen. Für ihre jeweils auf den jeweiligen Zeitabschnitt abgestimmten Medleys, unter anderem ABBA und Udo Jürgens sowie die teilweise selbst geschriebenen Mundartstücke von Rita Mattern, wurden sie regelrecht bejubelt. Besonders bewegend war der Moment, als Rita Mattern "De sälwe Muu" anstimmte. Das ging unter die Haut und erinnerte an den glanzvollen Abschluss zum 800 jährigen Dorfjubiläum in der Kirche.

Erich Handloser beschloss das Programm mit den Worten:

"Lasst euch Zeit mit dem Heimgehen."

Zu Live-Musik von Alfons wurde noch bis tief in die Nacht gefeiert.

Hier geht es zu den Bildern der schönen Veranstaltung

 


Jubilarfeier im Faselstall am 25.10.2015

25 Jubilare waren der Einladung gefolgt, um an der alljährlichen Jubilarfeier teilzunehmen.

Sie wurden von dem Vorsitzenden Erich Handloser begrüßt und herzlich willkommen geheißen.

"Das Geschenk des HVB an euch zu eurem Ehejubiläum oder runden Geburtstag ist der heutige Nachmittag, mit dem wir euch noch einmal ganz, ganz herzlich gratulieren wollen. Der Heimatverein wünscht Euch alles Gute und vor allem viel Gesundheit, damit wir euch in diesem Rahmen noch öfters treffen können."

Rita Mattern und Norbert Münch sorgten mit guter Musik und schönen Liedern für die musikalische Unterhaltung. Margitta und Erich Handloser hielten mit Gedichten, Geschichten und Witze auf Mundart die Jubilare bei guter Laune.

Bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen, guten Getränken und bester Unterhaltung verbrachten alle einen schönen Sonntagnachmittag.

Der Vorsitzende bedankte sich bei allen Beteiligten und bei den Kuchenbäckerinnen, die zu der gelungenen Feier beigetragen haben.

Mit schönen, gemeinsam gesungenen Liedern wurde bis in die Abendstunden gefeiert.


 


Adventsmarkt am 05.12.2015

Bei schönem Wetter fand auch in diesem Jahr wieder der traditionelle Adventsmarkt " Rund um die Kirche" statt. Der FSV, die HSG, die Pfadfinder, der Förderverein Schule sowie der Gesangverein Polyhym. Liederkranz versorgten als Marktbeschicker die sehr zahlreichen Besucher mit gutem Essen und Getränken, sowie mit Bastelarbeiten. Der Gesangverein Bruderkette veranstaltete in der Kirche ein wunderschönes Konzert. Im Pfarrsaal wurden die Gäste von dem Mütterkreis mit Kaffee und Kuchen verwöhnt.

Der Heimatverein als Organisator bedankt sich hiermit bei Allen für ihr besonderes Engagement.

Besonderen Dank geht an die Fa. Müller & Waffenschmitt, die alle mit Strom versorgt und unsere schöne Kirche von außen beleuchtete. Besten Dank auch an die Kirche und den Kirchendiener für den Strom und das Engagement rund um das Konzert. Frau Rein von der Stirnbergapotheke danken wir ebenfalls ganz besonders für die Spende der 100 Nikoläuse, die unser Nikolaus in der Kirche an die Kinder verteilt hat.

Ein rundum schöner Adventsmarkt auf den wir alle stolz sein können. Nach dem Motto "Klein aber fein" werden wir auch im nächsten Jahr wieder einen Adventsmarkt veranstalten.