Beuerner Nochmiddoag
-Unterhaltung bei Kaffee und Kuchen-

Donnerstag, 26.Mai 2005 (Fronleichnam)
ab 14 Uhr in der Willy Czech Halle Beuern


Wir wollen nicht zuviel verraten,
aber doch neugierig machen.

Es wird gesungen - einzeln, zu zweit und in kleinem Chor-
Es wird erzählt - aus dem Dorfleben, von den Menschen und ihren Eigenarten-
Es wird getanzt von Jung und Alt -
Und das alles mit und von "Beuerner Leut"

Und ganz wichtig:
Sie sollen mitmachen und mitsingen!


Natürlich gibt es Kaffee und Kuchen,
wer aber andere Getränke bevorzugt, wird auch nicht enttäuscht sein!

Wir freuen uns auf Sie...

 


"Beuerner Nochmiddoag" ein Loblied auf die gute, alte Zeit
gelungenes Programm mit Singen, Spaß und Unterhaltung für die ältere Generation

 

"Dort, wo die klaren Bächlein rinnen..."-das alte Volkslied sangen die Besucher gleich zu Beginn ihres "Beuerner Nochmiddoags", zu dem der Verein "800 Jahre Beuern" in die Willy Czech- Halle eingeladen hatte. Es war dies bereits die dritte Großveranstaltung innerhalb weniger Wochen und dank der vielen bisher meist im Verborgenen blühenden Talente wiederum ein Glanzpunkt für das Ortsjubiläum. Der Nachmittag mit Singen, Spaß und Unterhaltung war vor allem für die ältere Generation gedacht, die Mitwirkenden kamen aber aus allen Altersgruppen, was wiederum die funktionierende Dorfgemeinschaft unter Beweis stellt.

Wie selbstverständlich erklangen die alten Lieder aus den Reihen des Publikums und dazu passte das lockere Programm mit heiteren, wehmütigen nostalgischen und nachdenklichen Beiträgen der Akteure auf der Bühne. Kurzum, Volkstümliches wurde zu neuem Leben erweckt, wie man es sich in unserer schnellebigen Zeit kaum noch vorstellen kann.
Nach der Begrüßung durch Walter Czech übernahm Inge Volk gekonnt die Moderation und dann ging es Schlag auf Schlag.

 

Agnes Walther, Inge Volk und Inge Maier brachten mit "Kuckuk und Esel" ein Lied aus ihrer Kinderzeit mit und da war gleich der Bann gebrochen. Gut hört sich der Beuerner Dialekt an, wenn er von Marga Wißner mit Humor gewürzt vorgetragen wird. In mehreren Sketches wurde sie dabei von Brigitte Krämer unterstützt und an Schlagfertigkeit manchmal noch übertroffen.
Etwa, wenn Marga mit einem japanischen Fernglas die Nachbarin beim Händchenhalten beobachtet und übersieht, daß der eigene Mann dort auf dem Sofa sitzt. Brigitte: "Mit eam deutsche Ferngloas wär doas net passiert!"

 

Einen Bauerntanz bot die Awo-Seniorentanzgruppe unter der Leitung von Ingrid Ohm und sie zeigten dann auch, dass man das "Beuerner Lied" in Tanzschritte fassen kann. Die vielen alten Lieder, wie etwa "Alle Tage ist kein Sonntag", wurden von Willi Hofmann auf dem Akkordeon begleitet. Dazu passte auch das Scherzlied "Alleweil rappelts oam Scheuerndoar", ein Beitrag aus den Reihen der "Bruderkette" unter der Leitung von Klaus-Jürgen Grün. Über den "furchtsamen Jäger am Weiher" spöttelten sie auch noch in "Beuerner Platt"

 

"Wilde 13" nennt sich eine Gruppe von Mädchen, die bei Norbert Steinmüller "Komm lieber Mai" und "Alle meine Farben" gelernt hatten und mit großem Eifer bei der Sache waren. Als stimmlich bestens aufeinander eingestelltes Quartett erwiesen sich Inge Maier, Inge Volk, Hermann Steinmüller und Wolfgang Fuhr. "Hab oft im Kreise der Lieben", "Der Frühling naht mit Brausen" und "Ach, du klarblauer Himmel" waren nostalgische Jugenderinnerungen, die mit viel Applaus belohnt wurden. Den gab es auch für Wolfgang Fuhrs Solo "Vor meinem Vaterhaus steht eine Linde" für das Küchenlied "In des Gartens düstrer Laube" mit Agnes Walther und Hermann Steinmüller oder für ihr herzerweichendes "Klinge hell, Du mein´s Feinliebchen"

Auch die Jüngsten gaben sich nostalgisch bei einem Rock,n Roll aus den Fünfzigern. Mit Beuern sehr verbunden fühlen sich Manfred Weller und Alfred Keil. Sie wohnen in Großen Buseck, ihre Eltern stammen aber aus Beuern. Sie hatten als Gastgeschenk "Mein Beuerner Lied" im Notenkoffer. Darin heißt es: "Die Gret kocht fier die Droaschmaschien, de Hampelepp spielt Gei, de Sengwillem muss aach noch spien´s Marieche daazt so fei" Die Beiden reimen und musizieren seit ein paar Jahren miteinander und begleiten ihre vielfach auch nachdenklichen Lieder selbst auf Gitarre und Quer/Flöte.

 

Weller begleitete auch noch ein Trio (mit bereits genannten Stimmen) zum "Das Vöglein im Walde" und anderen Liedern. "Am Brunnen vor dem Tore" (Hermann Steinmüller und das "Schwalbenlied" (Steinmüller, Agnes Walther) leiteten über zu einem Top-Auftritt von Werner Almeroth mit dem "Panneflicker" der bei Gerda Ilg Gehör fand und zufrieden von dannen zog.
Als "zwei zünftige Bürschel aus der Onnergass" stellten sich Wilhelm Hofmann und Wolfgang Fuhr vor und erzählten von Zeiten, als es ins "Holland" zum Tanz ging und anschliessend ins Grüne. "Ein schöner Tag" war der Beitrag von Hans Hofmann und Willi Hofmann auf der Mund- und Ziehharmonika.
Dem ist nichts hinzuzufügen...

(Gießener Anzeiger vom 28. Mai 2005)

----------