"Musik schlug vor 30 Jahren Brücke der Freundschaft"
Rückfeier zur 30-jährigen Partnerschaft zwischen Buseck und Molln - Freunde aus Tat unter den Gästen - Kerze als Symbol der Freundschaft überreicht.

 

Von guter Musik und vielen freundlichen Worten war die Rückfeier zur 30-jährigen Partnerschaft zwischen Buseck und Molln geprägt. Trotz der von allen Seiten versicherten "gut funktionierenden Partnerschaft" war in der Willy Czech Halle in Beuern am Samstagabend noch eine ganze Tischreihe freigeblieben - offenbar hatten die Beuerner mit der Vorbereitung ihres Dorffestes noch viel zu tun gehabt.

"Die Partnerschaften leben von der Begegnung der Menschen, von der Öffnung der Herzen zueinander - seit nunmehr 30 Jahren mit Molln und seit fast 10 Jahren mit Tat", sagte Busecks Bürgermeister Erhard Reinl, nachdem er die heimischen Gäste und die Delegationen aus den beiden Partnerschaftsgemeinden samt vielen Ehrengästen begrüßt hatte.

Die Musik sei es gewesen, die eine Brücke der Freundschaft zwischen "unseren Gemeinden" geschlagen hat.
Der Ausgangspunkt der Partnerschaft sei allerdings 1938 gewesen. "In diesem Jahr lernte der schon verstorbene Großen Busecker Karl Hahn seine Frau, die Mollnerin Anni Ferstl kennen und lieben", erinnerte der Bürgermeister an die Anfänge der Partnerschaft zwischen Buseck und Molln.

In den 30 Jahren habe sich vieles bewegt. Viele "tragende Säulen der Partnerschaft" seien nicht mehr da, dafür seien neue, junge Gesichter hinzugekommen, die neue Inhalte und Formen der Begegnungen gefunden und weiterentwickelt hätten. "Die Jugend ist es, auf die wir alle bauen und es freut mich, daß unter den Jugendlichen unserer Partnergemeinden ein Austausch, etwa wie bei den Jugendcamps der Feuerwehren, stattfindet", so Reinl.

Aber auch die gute Freundschaft unter den Senioren aus allen 3 Partnergemeinden unterstrich der Bürgermeister. "Wir dürfen mit positiven Erwartungen in die Zukunft schauen", sagte er und bedankte sich stellvertretend für alle Mollnerinnen und Mollner beim Bürgermeister Alois Steiner "für die Gastfreundlichkeit und die schöne Zeit, die wir bei Euch verbringen durften".

Alois Steiner erinnerte seinerseits an die schöne Feier zu 30 Jahren Partnerschaft die im Mai in Molln stattfand. Auch er würdigte die Gemeindepartnerschaft zwischen allen drei Gemeinden, die neben den öffentlichen auch viele private Freundschaften ermöglicht hätten, "die wiederum die große Freundschaft festigen und prägen". Als Geschenk an die Busecker überreichte Steiner eine Riesenkerze mit aufgearbeitetem Wappen von Buseck und Molln. "Die Kerze soll als Symbol für unsere Freundschaft unsere Partnerschaft erwärmen", sagte er.

Kurze Worte an die Versammelten richtete auch der Vizebürgermeister aus Tát, Lajos Turi. Er unterstrich, dass die 3-er Partnerschaft, die seit 1996 existiert, in Wirklichkeit und nicht durch die vielen, besiegelten Urkunden, lebt. Auch er wünschte, es mögen mehr private Freundschaften entstehen und schenkte ein Bild mit Donau und Tát im Hintergrund an die Gemeinde Buseck. Zum 800. Jubiläum von Beuern überreichte er an "Vizebürgermeister", sprich Ortsvorsteher, Siegfried Otto eine Ansteck-Nadel.

Musikalisch ging es auch hoch her auf dem Fest zur 30-jährigen Partnerschaft. Eröffnet wurde der Abend durch die Spielleute der Busecker Spielremise. Das weitere Programm begleiteten die Musiker aus Molln, die einmal zusammen mit den Spielleuten musizierten. Die Majoretten und die gemischte Tanzgruppe aus Tát heimsten jedoch den meisten Beifall ein. Zum Programm trugen die Frohsinnsänger und auch der Seniorenspielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr, beide aus Großen Buseck, bei.
Abgerundet wurde das Programm durch die Spielleute und "Die jungen Tenöre", die den gemütlichen Teil des Abends einläuteten.

(Gießener Anzeiger vom 13. September 2005)


Bilder folgen im nächsten Update...
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